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Mittwoch, 1. März 2017

MMM in neuer Hose/Bluse

Ich habe es endlich geschafft, wieder mal eine Hose zu nähen. Komischerweise habe ich das lange vor mir hergeschoben und einige Kleider genäht, obwohl ich eigentlich dringender 1-2 Hosen brauche. Am Rosenmontag habe ich mich aufgerafft und mir ist dann auch der Grund für das Aufschieben wieder eingefallen: So eine Hose erfordert einfach - zumindest an mir - viel Anpassungsaufwand. Die fünf Hosennähte habe ich jeweils 4 mal genäht - jedes Mal ein kleines bisschen enger. Im Nachhinein wäre es deutlich einfacher gewesen, eine kleinere Größe mit etwas mehr Nahtzugabe als Ausgangsbasis zu wählen…

Genäht habe ich Burda 7123 mit normalem Bund aus einem schwarzen Hosen-/Rockstoff mit sehr wenig Elasthan. Den Stoff habe ich letzten Oktober auf dem Tauschtisch der AnNäherung Süd in Würzburg abgegriffen – vielen Dank an die Spenderin!

Nach der Verschmälerungsorgie an der Hose habe ich mir dann noch mein Energieüberschusskleid vorgenommen und auf Blusenlänge gekürzt. Kleben tut es - wie man sieht - immer noch, aber so als Bluse stört es mich nicht mehr. Zusammen ergibt das Ganz dieses Bürotaugliche Outfit:










Die Hose erweist sich nach ein paar Tragestunden nach wie vor als ein wenig zu groß. Da aber der Stoff sehr wenig Elasthan hat, würde ein weiteres Engernähen deutlich zu Lasten des Komforts gehen – und Bücken wäre dann auch nur schwer möglich…

Hier beim MMM gibt es auch am heutigen Aschermittwoch wieder viele tolle selbst geschneiderte Kleidung zu bewundern. Mema führt den Reigen in einem wunderschönen ersten Sommer-/ Reisekleid an und schürt damit die Vorfreude auf wärmere Tage.

Mittwoch, 15. Februar 2017

too much energy..

... hat mein neues Helmi-Dress von Named Patterns!

Mein erstes Probe-Helmi habe ich letzte Woche aus einem etwas dickeren Plastik-Karostoff genäht und dabei dummerweise das Aufeinandertreffen der Karos bei den Ober- und Unterteilen des Kleides nicht berücksichtigt. Und so ist ein Versatz von ca. 0,5 cm vom Oberteil zum Rockteil entstanden, was nun etwas merkwürdig aussieht. Außerdem ist der Stoff etwas zu schwerfällig und das Kleid eine Nummer zu groß. Aber mit langer Jacke drüber finde ich es trotzdem noch tragbar.

Am Wochenende habe ich nun das „richtige“ Kleid in einer kleineren Größe zugeschnitten und genäht. Es hat alles super funktioniert bis auf die Knopflöcher, die meine Maschine zumindest momentan einfach nicht vernünftig nähen will. Also mussten Kam Snaps ran. Das Kleid hat mir schon sehr gut gefallen und voller Vorfreude habe ich es übergezogen – und hatte einen klebrigen Stofffetzen um mich. Der Stoff lädt sich elektrostatisch auf und klebt am Körper, an Strumpfhosen, Unterröcken und überhaupt allem fest!! Eigentlich war ich überzeugt, bei dem Rest, den ich vor Jahren mal bei Karst.dt gekauft habe, handelt es sich um eine wunderbare Viskose-Webware mit lila-schwarzem Krawattenmuster. Hm, die Aufladung spricht eher nicht dafür… Also habe ich das Teil erstmal in die Waschmaschine gesteckt und mit Bügelhilfe gebügelt, in der Hoffnung, damit diese Aufladung in den Griff zu bekommen. Und tatsächlich, heute morgen beim Anziehen war alles gut. Aber leider musste ich für den Weg zur Arbeit einen Wollmantel überziehen und als ich im Büro ankam, war ich - wie man sieht - wieder voll aufgeladen...








Da mich diese Kleberei extrem nervt, werde ich wohl aus dem Kleid eine Bluse machen und das Vorderteil in die Hose stopfen. Und ein drittes Helmi Dress nähen, denn den Schnitt mag ich. Irgendwie lässig, cool und gut kombinierbar. Stay tuned…

Und schaut schon einmal beim MeMadeMittwoch vorbei, der heute zum letzten Mal von Lucy in einem tollen Wollmantel präsentiert wird. Auch Dir, liebe Lucy, vielen vielen Dank für die Arbeit und das Herzblut, das Du in den MMM gesteckt hast!

Mittwoch, 1. Februar 2017

MMM 03/2017


Der Januar war nähtechnisch gesehen semi-erfolgreich. Es gibt ein paar Projekte, die mich nicht so richtig überzeugen oder die ich noch einmal überarbeiten müsste. Exemplarisch sei mal der Maxi-Mantel, ein Talvikki-Sweater und ein gelbes Kleid aus der aktuellen La Maison Victor genannt. Alles keine Teile für die Tonne, aber eben auch nicht so, wie ich sie mir vorgestellt habe. Fragt sich, woran das liegen könnte. Ich werde kaum über den Jahreswechsel meine Nähfähigkeiten eingebüßt haben, also muss das Problem woanders liegen. Vielleicht haben sich meine Wahrnehmung und/oder meine Ansprüche geändert und es ist an der Zeit, mein bisheriges Vorgehen mal zu überdenken und an der einen oder anderen Stelle anzupassen. Als bekennende Nähschlampe bin ich bei vermeintlichen Kleinigkeiten nicht so genau, muss dann aber mit nötigen Anpassungen oder Ungenauigkeiten leben. Vielleicht hat sich dieses Vorgehen überholt? Es besteht höchst wahrscheinlich keine Gefahr, dass ich künftig Pingel-Inge Konkurrenz mache, aber genaues Abmessen der Nahtzugabe oder Passzeichen übertragen wäre ja mal ein Anfang...  Davon abgesehen fehlt mir aber gerade auch ein wenig das Gefühl, in welcher Kleidung ich mich wohlfühle und ich momentan als zu mir passend betrachte. Also probiere ich noch ein bisschen herum und halte Euch auf dem Laufenden…

Heute aber erst einmal ein „alter Hut“, sprich mein Weihnachtskleid 2015. Aus taupe-farbener Elastik-Spitze und hellbraunem dünnen Wolljersey habe ich ein Kleid nach dem Schnitt Ella
genäht. Ich habe Ober- und Unterkleid getrennt verarbeitet und nur am Halsausschnitt und in der Taille verbunden. Leider hat der Stoff nur für Ärmel bis zum Ellbogen gereicht, aber dank des kuscheligen Wolljerseys ist es mit Strickjacke drüber trotzdem im Winter tragbar.







Tolle selbst genähte/gestrickte Kleidung gibt es auch heute wieder beim MeMadeMittwoch zu bestaunen, wo Karin heute leider zum letzten Mal als Crew-Mitglied vortanzt. Liebe Karin, vielen Dank für die viele, viele Arbeit und das Herzblut, das Du in den MMM gesteckt hast - schade, dass Du das Team verlässt! Dies gilt natürlich auch für die übrigen beiden "Aussteiger" - Ihr habt das alle ganz toll gemacht und uns jeden Mittwoch diese wunderbare Plattform geboten- danke!

Mittwoch, 18. Januar 2017

MMM 02/2017


Der Alltag hat uns wieder – auch beim MMM startet heute wieder der ganz „normale“ Reigen der selbst genähten Kleidungsstücke. Ich starte heute mit so einem typischen Beispiel extrem hoher Erwartungen, die der Realität nicht ganz stand halten. Auf der anNÄHerung am letzten Wochenende habe ich den Hüllenmantel aus der Dezember-Burda aus dem Originalstoff genäht und habe ihn mir einfach wunderbar vorgestellt. Nun, das Ergebnis überzeugt mich nicht ganz… Der Mantel ist easy zu nähen, erfordert aber – zumindest bei diesem Stoff – einige zeitintensive Handnähte. Der Saum, der Kragen, die Manschetten und die Belege sind von Hand festgenäht und dauern halt einfach. Die Taschen sind in der Tat riesig (!!) und da der Stoff so wunderbar weich ist, beulen sie auch. Auf den Gürtel habe ich verzichtet, diese Stoffmassen um die Taille zu schnüren geht optisch gar nicht. Irgendwie fremdele ich mit diesem Mantel, kann aber nicht festmachen, woran es genau liegt. Klar, der Mantel ist riesig und durch das große Karo nicht gerade unauffällig. Vielleicht hatte ich mir aber auch von dem Stoff mehr versprochen oder meine Vorstellung war einfach unrealistisch. Aber so ist das ja oft mit überzogenen Erwartungen... Hier kommen jetzt erstmal Fotos:








Unter dem Mantel trage ich Karl aus einem dünneren Scuba-ähnlichen Stoff vom Stoffschrottplatz in Münster. Leider habe ich vor dem Nähen die (Quer)-Elastizität nicht genau geprüft und bin dann bei der Anprobe mit dem Kopf stecken geblieben. Keine Chance, den Rollkragen über den Kopf zu bekommen! Da mir das Kleid aber gut gefallen hat, habe ich quick and dirty einen kleinen Streifen in den Kragen eingefügt und gehofft, dass dies bei dem schwarzen Stoff nicht so sehr auffällt. Jetzt passt der Kopf durch, aber ich müsste den Rollkragen eigentlich noch 2 cm kürzen, im Moment staucht er etwas unter dem Kinn. Außer der selbstverschuldeten Streifeneinfügung habe ich nichts verändert und auch die Originallänge gelassen. Zusammen mit dem Mantel also ein kompletter Maxi-Look…



Und jetzt ab zum MeMadeMittwoch, der heute von Luise in einem ganz wunderbaren Rock angeführt wird. 

Mittwoch, 11. Januar 2017

Lieblingsstück 2016

Zunächst möchte ich allen MMM-Mitstreiter(innen) und den vielen stummen Mitlesern ein frohes, glückliches und gesundes Neues Jahr wünschen. Für mich fing das Jahr mit einer dicken Erkältung an, die mich und meinen Blog völlig außer Gefecht gesetzt hat. Umso besser, dass das MMM-Nähjahr traditionell mit der Vorstellung des Lieblingsstücks 2016 startet und damit eine Wiederbelebung erfolgt.

Bei der Wahl meines Lieblingsstückes musste ich gar nicht lange überlegen – es sind zwei absolute Lieblinge in 2016 entstanden. Einmal der hier näher vorgestellte Leo-Blouson, den ich nach wie vor genial finde. Und nicht zuletzt das Preis-/Leistungsverhältnis (8 EUR für Stoff, 10 EUR für das Bündchen gegenüber 660 EUR Kaufpreis) freut mich immer wieder auf's Neue.




Ebenso gerne getragen und mit schönen Erinnerungen an Würzburg verbunden (für richtig kalt aber nicht geeignet) mein Lack-Eggshapemantel (s. hier). Obwohl der Mantel durch das Plastikmaterial ziemlich sperrig und der Reißverschluss deshalb ein wenig schwer zu schließen ist - er ist einfach ein Hingucker und ich liebe ihn heiß und innig.




Im Sommer hatte es mir dieser Waxprint-Maxirock (s. hier) besonders angetan, an den Wochenenden habe ich ihn zu allen möglichen Gelegenheiten getragen und mich immer sehr wohl darin gefühlt:





Zuletzt noch ein dickes DANKESCHÖN an die Damen der MMM-Crew für die viele Arbeit, Zeit und Energie, die ihr jede Woche aufwendet, um uns allen diese wunderbare Plattform zu bieten. Sie ist ein wahrer Quell der Inspiration! Und jetzt ab zur Präsentation der Lieblingsstücke der MeMadeMittwoch-Gemeinde.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Raven

Ich bin total anfällig für Trends und der Lemming ist neben meiner Katze ein geliebtes, aber auch sehr forderndes Haustier. Und natürlich hat er sich auch gleich bei den diversen auftauchenden Raven-Modellen, z.B. dem von Monika, gemeldet und sofortige Umsetzung gefordert. Also „musste“ ich gleich die La Maison Victor und schwarzen Stoff kaufen. Ich habe Raven aus einem klassischen schwarzen Woll-Anzugsstoff mit großzügiger Saumzugabe genäht. Herausgekommen ist dabei ein mäßig sackiges, super bequemes Allroundkleid, das ich schon bei der AnNÄHerung in Würzburg getragen und für gut befunden habe:








Und hier beim MeMadeMittwoch zeigen wieder ganz viele kreative Menschen ihre Werke, heute vorgestellt von Wiebke in einer echt tollen Jerseybluse zum schwarzen Hollyburn-Rock.




















Mittwoch, 23. November 2016

Alexandria, Bellah und Rosa P. beim MMM

Heute zeige ich meine neue weiße Bluse Bellah, die ich am Sonntag als „Entfruster“ genäht habe. Zugeschnitten war sie schon seit längerem, ist aber dann bei einer sehr kurzfristigen Aufräumaktion verschollen. Zum Glück habe ich sie Sonntagnachmittag wiedergefunden und konnte damit meinen Frust über einen zu engen Rock mit seitenverkehrt eingenähtem Reißverschluss überwinden. Dazu habe ich meine schwarze Hose aus anNÄHerungs-Tauschtisch-Wollstoff und ein Rosa P.Jäckchen aus anthrazitfarbenem Jersey kombiniert. Zusammen ergibst das ein lässiges und bequemes Büroalltagsoutfit.











Viel mehr selbst genähte Kleidung gibt es wieder beim MeMadeMittwoch zu entdecken, der heute von Nina in einem tollen "Wackel"- aka Bleistift-Kleid präsentiert wird.